Jugendsonntag in Hildesheim

Hildesheim. Zu einem kleinen Jugendtag mit Apostel Helge Mutschler kamen am Sonntag den 18. September 2016 die Jugendlichen und Jugendbetreuer aus den Kirchenbezirken Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim und Wolfenbüttel zusammen. Im Gottesdienst konnte auch eine Jugendliche aus der Gemeinde Hildesheim das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde gemeinsam gegessen, Gemeinschaft genossen und sich über verschiedene Themen ausgetauscht.

Bereits vor dem Jugendgottesdienst probte der große Jugendchor das Programm für den Jugendgottesdienst und stimmte so schon schön auf den Gottesdienst ein.

Apostel Mutschler hielt den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Markus 16, 15.

„Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“

Gedanken aus dem Gottesdienst

  • Zu Beginn dankte der Apostel der großen Gemeinde der Jugendlichen, dass sie da sind.
  • Er verglich die Sportler in Rio bei den olympischen Spielen, die Fahnenträger für ihr Land sind mit den Jugendlichen, die Fahnenträger für Gott sein sollen. Jeder soll das Evangelium verkündigen.
  • Das Evangelium zu predigen bedeutet: Gott liebt dich, und nun gehe hin und liebe deinen Nächsten.
  • Wenn wir uns nicht von Gott geliebt fühlen, können wir nicht in der Welt das Evangelium verkündigen.
  • Um zu erkennen das Gott uns liebt, brauchen wir Zeit und Gemeinschaft mit Gott und mit Jesus. Gemeinschaft mit Jesus im Gebet, im Lesen der Bibel, im Gottesdienst.
  • Wenn du dich nicht geliebt fühlst, dann geh in Gemeinschaft mit Jesus. Dann wird Jesus dir sagen: Ich liebe dich!
  • Dann darfst du deine innere Kraft und deinen inneren Reichtum und deine innere Schönheit entdecken.
  • Glaube ist etwas ganz praktisches. Wenn du erkannt hast, dass Gott dich liebt, dann gehst du automatisch hin und predigst das Evangelium

Wie machen wir das ganz konkret? Dafür gibt es vier Punkte?

Punkt 1: Wenn du dich geliebt fühlst von Gott, dann wirst du Böses mit gutem überwinden.

Uns begegnen immer wieder Gemeinheiten und Ungerechtigkeiten z.B. über soziale Medien. Lasst uns darauf  nicht mit Rache oder Gleichem begegnen, sondern mit gutem Überwinden. Wenn mit Bösem auf Böses reagiert wird, dann schraubt sich die Gewalt immer höher aber bringt nichts Gutes hervor.

Beispiel: Ein Priester der Spenden für die Armen sammelte, ging in eine Kneipe, und fragte dort die Menschen nach Spenden. Da kam er an einen richtigen Stinkstiefel, der ihn anspuckte. Der Priester wischte sich das Gesicht ab und sagte: „Das war für mich, und jetzt geben sie bitte etwas für die Armen.“ Lasst uns nicht mit Gegengewalt reagieren.

 

Punkt 2: Wenn du dich von Gott geliebt fühlst, dann wirst du gut über andere reden.

Lästern ist doch so schön, Lästern macht so Spaß. Ich fühle mich so erhaben über den Anderen. Findest du es toll, wenn über dich gelästert wird? Keiner findet es toll. Das Problem ist, Lästern ist ein Beziehungskiller, es erzeugt Misstrauen. Lästern fällt auch unter das 8. Gebot „Du sollst kein falsch Zeugnis reden.“  Wer sich von Gott geliebt fühlt, wird gegen den Strom schwimmen, wenn vielleicht auch in der Gruppe gelästert wird.

Punkt 3:  Du darfst Optimismus verbreiten:

Zu viele in deiner Umgebung sind zu pessimistisch. Da kommen so Aussagen wie z.B.: „Das mit dem Glauben geht ja immer mehr zurück.“ „In der Gesellschaft, kann man alleine gar nichts ausrichten, so als kleines Rädlein.“ „Was haben wir noch für eine Zukunft?“  Doch, du kannst an deinem kleinen Platz etwas verändern. Der Liebe Gott hat dir ein Lichtlein eine Kerze in deine Hand gegeben. Wenn du es scheinen lässt, dann ist da wo du bist schon Licht, wenn du es nicht leuchten lässt, dann ist es dunkel, da wo du bist. Stell dir vor, du fängst an, und 5 Andere machen mit, und dann noch mehr und dann wird sich das Licht ausbreiten. Am Ende aller Tage wird Gott eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen. Wir haben gar keinen Grund finster in die Zukunft zu schauen.

4. Punkt: Lade Menschen ein zu Jesus in seine Gemeinschaft zu kommen

Dazu gebe ich euch zwei ganz konkrete Aufgaben mit:

Aufgabe 1: Bringe noch in diesem Jahr eine Freundin oder einen Freund mit in die Gemeinschaft in den Gottesdienst!

Aufgabe 2: Sprecht in einem der nächsten Jugendabende über die Jugendlichen, die nicht mehr kommen, wo der Kontakt abgebrochen ist, und ladet sie zum Jugendabend und Gottesdienst ein.

Und wenn ihr nicht wisst, wie ihr das machen sollt, dann betet und fragt den Lieben Gott.

 

In dem Gottesdienst wurden auch Bischof Hiddessen, Bezirksälteste Schwab, und Bezirksälteste Scheuchzer um Predigtbeiträge gebeten. Nach der Sündenvergebung konnte eine Jugendliche aus Hildesheim das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen.

 

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Jugendlichen an Stellwänden zu den Fragen äußern:

  • Wie soll nach deiner Meinung ein Jugend-Sonntag gestaltet sein?
  • Wie sollen Jugendgottesdienste gestaltet werden?
  • Welche Amtsträger sollen Jugendgottesdienste halten?
  • Welche Themen sollen im Jugendgottesdienst behandelt werden?
  • Wie sollen Jugendliche im Jugendgottesdienst mitwirken?

 

Auch die vielen, tollen, mitgebrachten Speisen, die zu einem großen Buffet zusammengestellt worden, erfreuten die Jugendlichen und Jugendbetreuer, die nach dem Gottesdienst noch viel Gelegenheit hatten, entweder im Jugendraum oder draußen auf dem Parkplatz bei herrlichem Sonnenschein die Gemeinschaft zu genießen.

Die Besucher des Jugendsonntages waren auch aufgerufen, sich mit einer kleinen Lebensmittelspende bei der Hildesheimer Stadtwette zu beteiligen, die anlässlich des 25-jährigem Bestehens der Lebensmittelausgabe „Guter Hirte“ in Hildesheim stattfindet. Ziel ist es, die 496 Sitzplätze der  Basilika St. Godehard mit Lebensmittelspenden für den Guten Hirten zu füllen. Viele Jugendliche und Jugendbetreuer beteiligten sich und ein großer Weidenkorb konnte gefüllt werden.