Vorzeitiges Weihnachtsfest in Hildesheim

Am Sonntag, dem 20. Dezember 2015, besuchte Apostel Helge Mutschler zum ersten Mal die Gemeinde Hildesheim und brachte zahlreiche Weihnachtsgeschenke mit.

Der 4. Advent im Jahr 2015 wird der Gemeinde Hildesheim in besonderer Erinnerung bleiben. Nachdem er Mitte November zum Apostel ordiniert worden war, besuchte Apostel Helge Mutschler zum ersten Mal die Gemeinde Hildesheim.

Zu diesem Festgottesdienst war auch die Gemeinde Lamspringe eingeladen. Apostel Mutschler predigte zu dem Bibelwort Johannes 21, 15:

„Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!“

Zu Beginn seiner Predigt sagte der Apostel, dass es für die Gemeinden bereits ein vorzeitiges Weihnachtsfest sei, da Jesus Christus mitten unter den in Hildesheim versammelten Gottesdienstteilnehmern sei und zusätzlich auch noch drei Kinder versiegelt sowie neue Amtsgaben ordiniert werden sollen.

Im weiteren Predigtverlauf ging der Apostel darauf ein, dass die Christen schon lange auf die Wiederkunft Jesus Christi warten. „Aber in dieser Adventszeit dürfen wir uns gegenseitig sagen und versichern: Doch! Jesus Christus wird wiederkommen, denn ER hat es uns versprochen“, so der Apostel.

Anschließend ging der Apostel auf das Bibelwort ein und erklärte, dass es aus der Begebenheit stamme, als Jesus Christus einen seiner Jünger, Petrus, mit einer besonderen Aufgabe versah: den Petrusdienst, die Kirche Christi zu führen. Der Apostel sagte dazu: „Man könnte nun erwarten, dass der Herr Jesus fünf dicke Leitz-Ordner herauszieht und dem Petrus nacheinander ganz viel erklärt: Dieses wird kommen, jenes wird kommen, du musst die Kirche so und so aufbauen, bitte achte hierauf und darauf. Das hat er alles nicht getan. Er hat Petrus dreimal eine Frage gestellt: Liebst du mich? Petrus antwortete dreimal: Ich habe dich lieb! Im Advent unserer Herzen, in der Zeit vor dem Wiederkommen des Herrn geht es nur um eine Sache: Liebe ich Jesus?

Petrus habe sich entwickelt von dem Mann, der Jesus dreimal verleugnet hat, zu dem Mann, der die Erfahrung gemacht hat, dass es bitter ist, von Jesus getrennt zu sein. „Wenn ich von Jesus getrennt bin, ist das ein bitterer Zustand“, so der Apostel. Auch als Petrus dem Kriegsknecht ein Ohr abschlug, habe Jesus sofort reagiert und diesen Mann geheilt. „Mit unseren Worten: Moment – keine Gewalt – Gewalt ist nicht gut! Wir wollen den Weg der Liebe gehen.“

Petrus habe auch gesehen und gehört, wie Jesus sich am Kreuz verhalten habe: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Selbst am Kreuz habe Jesus Nächstenliebe und Feindesliebe geübt. „Petrus hatte verstanden: Wenn ich Jesus liebe, ist damit untrennbar auch die Liebe zum Nächsten und sogar zu meinen Feinden verbunden“, erklärte Apostel Mutschler.

In diesem Gottesdienst war auch Bischof Dirk Hiddessen anwesend und wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahles empfingen drei Kleinkinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurde Priester Lothar Hain aus gesundheitlichen Gründen zur Ruhe gesetzt. Als neue Amtsträger für die Gemeinde Hildesheim wurden die beiden Priester Karsten Wolter und Daniel Eggers sowie die Diakone Holger Popp, Markus Kallweit und Timo Demant ordiniert. Die beiden zugezogenen Diakone Jörg Hofmann und Maurice Engelken wurden in ihrem Amt für die Gemeinde Hildesheim bestätigt.

D.E. / Fotos U.P.